˟

Das Sakrament der Sakramente: 10 unglaubliche Fakten über die Heilige Eucharistie


Das Sakrament der Heiligen Eucharistie und der Empfang bei der Kommunion des Heiligen Leibes und Blutes Christi ist das Fundament und die Kulmination des innersten Lebens der Kirche und der Grund für Ihre Existenz. Was wissen wir über dieses Sakrament?

Hier sind ein paar grundlegende oder auch nur interessante Fakten über das zentrale Sakrament der Kirche, die Ihr Wissen bereichern und das Interesse zum weiteren Erlernen der wesentlichen Grundsätze des orthodoxen Glaubens wecken könnten:

1. Gedenken an das Opfer

Als die Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft befreit wurden, musste jede jüdische Familie ein weißes Lamm opfern, dessen Blut dazu verwendet wurde, um den Türrahmen während der zehnten Plage (dem Tod von Erstgeborenen in jeder Familie) zum Schutz gegen den Engel des Todes zu streichen. Das Lamm wurde später während der Mahlzeit bei der Danksagung gegessen.

Beim unschuldigen Lamm handelte es sich um das Urbild unseres Heilandes, Der einen schmerzhaften Tod zur Erlösung der Menschheit auf Sich genommen hat. Wenn wir das Sakrament der Eucharistie (griech. „Danksagung“) feiern, erinnern wir uns des großen Opfers, das unser Retter auf dem Kreuz für unsere Erlösung darbrachte, Seiner Auferstehung von den Toten und Seiner Himmelfahrt.

Wir empfangen den Leib und das Blut Christi im Sakrament der Kommunion, damit es uns stärkt und beim Schreiten auf den Pfad der Erlösung hilft.

2. „Weißes Blut“

Für das Sakrament der Eucharistie verwendet die Kirche Brot und Wein. Das sind die Substanzen, die auf mysteriöse Weise bei der Wandlung zu Leib und Blut Christi werden, wenn der Priester oder Bischof auf sie den Heiligen Geist herabruft.

In der Regel wird von der Kirche für die Kommunion Rotwein verwendet, da es wie Blut aussieht. Genau genommen ist aber die Farbe des Weines, im Gegensatz zu seiner Qualität und seinem Geschmack, nicht exakt bestimmt. Aus diesem Grund gibt es Plätze, zum Beispiel Rumänien, wo Menschen bei der Eucharistie Weißwein verwenden.


3. Das eucharistische Wunder von Lanciano

Im 8. Jh. hatte in einer Liturgie im italienischen Lanciano einer der Priester Zweifel daran, dass es sich beim Leib und Blut Christi, das wie Brot und Wein aussah, auch nach der Transsubstantiation tatsächlich, um das Leib und Blut unseres Erlösers handelte. Der Herr offenbarte dem zweifelnden Priester das wahre Aussehen Seines Leibes und Blutes und der Priester tat Buße.

Zur Belehrung von anderen Menschen gestattete der Herr, dem wahren Aussehen der Heiligen Gaben sichtbar zu verbleiben. Das ist der Grund, weshalb die Partikeln des Leibes und Blutes Christi schon seit mehr als tausend Jahren in Lanciano aufbewahrt werden. Sie wurden von einigen Wissenschaftlern im Jahr 1970 untersucht. Die Wissenschaftler bestätigten, dass die Partikeln zum menschlichen Körper gehörten.

4. Das bedeutendste Heilige Objekt

Die ganze Kirche ist um das Sakrament der Eucharistie herum aufgebaut. Der Kelch in dem das Blut und Leib Christi sind, ist das bedeutendste und wichtigste Heilige Objekt. Deshalb ist es verboten vor dem Kelch das Zeichen des Kreuzes zu machen oder ihn mit den Händen zu berühren, um vorzubeugen, dass der Priester den Kelch umkippt.

Man sollte bei der Kommunion auch nicht die Epimanikien auf den Handgelenken des Priesters küssen. Eltern müssen mit sehr großer Aufmerksamkeit auf ihre Kinder achten, die auf solch eine Weise zum Kelch getragen werden sollten, die das Anstoßen des Kelches oder Berühren mit ihren Armen verhindert.

5. Nur das Blut


Erwachsene und herangewachsene Kinder empfangen eine Partikel des Leibes die in das Blut Christi getränkt wurde. Kinder empfangen bei der Kommunion nur das Blut Christi, um ein gelangen der Partikel in die Atemwege oder ihr Ausspucken zu verhindern. Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, empfangen bei der Kommunion auch nur das Blut.


6. Das Brot des Lebens und der Weinstock

Interessanterweise begründete der Herr das Sakrament der Eucharistie nicht nur durch das Geben des Brotes und Weines an Seine Apostel im Abendmahlssaal und das Bezeichnen von jenen als Sein eigenes Blut und Leib. Er verglich Sich auch mehrere Male mit dem Brot des Lebens oder einem Weinstock – den primären Bestandteilen der Heiligen Gaben.

7. Der Tabernakel

In allen orthodoxen Kirchen gibt es im Zentrum jedes Chorraums einen Altartisch, auf dem ein spezielles kirchenförmiges Gefäß steht, das als Tabernakel bezeichnet wird, und das darauf umgeben von Kreuzen, den Heiligen Schriften und anderen Kirchenzubehör steht.

Der Tabernakel beinhaltet mehrere Partikeln des blutgetränkten Leibes Christi, mit denen ein Priester zu jederzeit ans Bett eines Kranken oder Sterbenden Menschen treten kann.


8. Auf der Brust eines Märtyrers

Erste Christen feierten die Liturgie auf Gräbern von Märtyrer. Später begannen sie sie auf dem Altartisch zu feiern, in dem es Partikel von heiligen Reliquien gab. Trotzdem gab es Fälle, dass Christen weder ein Antimension (ein spezielles Tuch in dessen oberen mittleren Bereich Partikeln der Reliquien eines Heiligen eingenäht sind) oder einen Altartisch hatten: z. B. in sowjetischen Arbeitslagern. Sie freiten dann das Sakrament der Eucharistie auf der Brust eines der Gefangenen, der ein lebendiger Märtyrer war.

9. Die Gebete vor der Heiligen Kommunion

Die Gebetsregel vor der Heiligen Kommunion wurde von byzantinischen Mönchen im 10.-12. Jh. geformt. Diese Gebete gingen Veränderung hindurch und nahmen ihre jetzige Gestalt im 13.-14. Jh. an. Die Gebetsregel besteht aus mehreren Troparien und Psalmen, ausgewählten Gebeten von Heiligen, drei Kanons und Gebeten, die unmittelbar vor dem Empfang der Heiligen Gaben gelesen werden.

Später wurde die fromme Tradition der besonderen betenden Vorbereitung vor der Kommunion von anderen Landeskirchen und Laien übernommen.

10. Die Hochzeit

In den frühen Jahrhunderten des Christentums gab es keine besondere Prozedur oder kein Sakrament zur Segnung einer christlichen Hochzeit. Die Gläubigen hatten eine gewöhnliche Ziviltrauung und bekamen dann den Segen für ihre Ehe in der Kirche, indem sie gemeinsam an der Kommunion teilnahmen.

Andrey Segeda


Quelle: https://pravlife.org/ru/content/tainstvo-tainstv-10-faktov-o-svyatom-prichashchenii

CONVERSATION

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen